Was ist eigentlich Barbershop?


Der heute als „barbershop music“ bezeichnete Gesangsstil entstand gegen Ende des vorigen Jahrhunderts in den USA. Die „Comedian Harmonists“ fanden dort ihre Vorbilder.

„Barber´s music“ ist jedoch schon seit dem 17. Jahrhundert aus England bekannt. Man sang zum Zeitvertreib in den Friseursalons.

Der Dachverband der deutschen Barbershopper, BinG!, definiert die Barbershop-Musik wie folgt:

"Barbershop-Gesang ist überwiegend homophone A-Capella-Musik mit einem vierstimmigen Akkord auf jeder Melodienote. Die Melodie wird von der Führungsstimme (Lead) gesungen; diese liegt unter dem Tenor. Der Bass singt die tiefsten Begleittöne, während der Bariton die Akkorde vervollständigt."

Ausführlicher ist das unter www.barbershop.de nachzulesen.

Ziel des Barbershop-Gesang ist ein möglichst kompakter (close harmony) und obertonreicher Klang (expanded sound), der im wesentlichen dadurch erreicht wird, dass untemperiert intoniert wird. Die Balance innerhalb der Akkorde und die Vokalfärbung wird beachtet. Ein spannungsreiches Legato mit weichen Silbenverbindungen, direktem Ansingen der Töne und vorwärts drängender Energie (forward motion) ist wichtig für einen durchfließenden Klang.

Ebenso ist auf eine geeignete Präsentation zu achten (Gesichtsausdruck, Körperhaltung, Choraufstellung, Kleidung, Choreographie), sie soll die Wirkung der Musik unterstützen.

Wegen des „kompakten Klangs“ wird Barbershop in der Regel nicht in gemischten Ensembles gesungen. Es gibt aber erste Chöre, die gemischt arbeiten. Ursprünglich war diese Art der Musik nur reinen Männerensembles vorbehalten.